Meinungsbeitrag: Libori 2018 

Libori 2018 ist ebenso friedlich ausgeklungen, wie es gestartet war. Dafür danke ich allen Beteiligten, die wieder einmal dazu beigetragen haben, die älteste Städtepartnerschaft mit einem der größten völkerverbindenden Fest der Welt zu einer immerwährenden Erfolgsgeschichte zu machen. Ein paar Blessuren, ein paar Wespenstiche, einige wenige Opfer von Taschendieben, von Hitze und Alkohol: Manches Schützenfest ruft andernorts mehr Einsatzkräfte auf den Plan, als Libori in neun Tagen mit einer Million Besucher.

Und wer es miterleben durfte, muss sich angesichts der Besucher aus vielen Ländern aber auch ernsthaft die Frage stellen, ob die zeitgleich bundesweit über uns schwappende Rassismusdebatte in den Medien wirklich unsere Alltags-Realität widerspiegelt. Ich wehre mich vehement gegen solche Verallgemeinerungen und populistisch zugespitzten Kampagnen. Wo immer es Rassismus und Antisemitismus gibt, muss man handeln, aber nicht sofort alle Bürger unter Generalverdacht stellen.

Als Gastgeber des traditionellen Schaustellerfrühstücks zusammen mit unserem MdB Dr. Carsten Linnemann bin ich nahe dran an den Sorgen und Nöten der Schausteller, die schließlich weit herumkommen in Deutschland und Vergleiche ziehen können. Sie sind im Prinzip zwar immer zufrieden mit Libori und kommen gerne wieder, aber die Rahmenbedingungen müssen auch bei uns stimmen. Und da hat die Gewerkschaft Verdi Paderborn einen Bärendienst erwiesen, als sie gegen die Sonntagsöffnung klagte, die allen zugutekommt: Schaustellern, der Innenstadt und den Kunden. An einer klagefesten Modifizierung des Ladenschlussgesetzes müssen wir noch weiter arbeiten in Düsseldorf. Da unterstütze ich Werbegemeinschaft und Bürgermeister.

Versprochen!

Foto: © Christian Müller